Du O Schonest Weltgebaude


Du, o schönes weltgebäude!
Magst gefallen wem du wilt;
Deine scheinbarliche freude
Ist mit lauter angst umhüllt.
Denen die den himmel hassen,
Will ich ihre weltlust lassen,
Du solst, Jesu; mir allein,
Freude, lust und leben seyn.

Müde, die der Arbeit mengen
Und der heisse strahl beschwert,
Wünschen, daß des tages länge
Werde durch die nacht verzehrt,
Daß sie, nach so vielen lasten,
Konnen sanft und süsse rasten:
Du solst, Jesu, mit allein,
Ruhe, trost und leben seyn.

Andre mögen durch die wellen
Und durch wind und klippen gehn,
Ihren handel zu bestellen,
Und da sturm und noth ausflehn;
Ich will meine glauben-sflüges
Schwingen auf zu jenem hügel;
Du solst, Jesu, mir allein,
Richtum, lust und wonne seyn.

Komm, o tod! du sclafes-bruder,
Komm, und führe mich nur fort,
Löse meines schiffleins ruder,
Bringe mich in sichern port.
Es mag, wer da will, dich scheuen,
Du kanst mich vielmehr erfreuen,
Dann, Herr Jesu, du allein,
Solst mein port und anker seyn.