Gott Das Verfolgungsmeer


Gott! das Verfolgungsmeer
bestürmt die Kirche sehr:
ihr Schifflein geht zu Grunde,
wo du zur rechten Stunde
nicht wirst vom Schlaf erwachen,
und alles ruhig wachen.

Drum schreien wir zu dir;
Hilf, sonst verderben wir;
gebiet den stolzen Wellen,
die sich so zornig stellen,
daß sie zu deinen Füßen
mit Furcht sich legen müssen.

Laß auch den Unglückswind,
der täglich mehr beginnt
sich wider uns zu regen,
zur Stelle sich bald legen;
du wollest ihm gebieten,
hinfort nicht mehr zu wüthen.

Wir wollen deine Macht
und Hülfe Tag und Nacht
mit Mund und Herzen preisen,
die du uns wirst erweisen,
und rühmen deinen Namen
hier und dort ewig, Amen.