Gott Der Wirds Wohl Machen


Gott, der wird’s wohl machen,
dem ich meine Sachen
allzeit heimgestellt;
er hat mich erkoren,
eh ich noch geboren
bin in diese Welt,
hat mir auch
nach seinem Brauch,
was von Nöthen, stets gegeben,
hier in diesem Leben.

Gott, der wird’s wohl machen,
der mir manches Lachen,
Freud und Lust geschenkt;
der mich nie vergessen,
der mit Kleid und Essen
täglich mich bedenkt.
Auch wenn fast
des Kreuzes Last
seinen Lieben ziemlich drücket,
hat er mich erquicket.

Gott, der wird’s wohl machen,
laß das Wetter krachen
und die Stürme gehn;
wenn mit großem Grausen
alle Wellen brausen,
will er bei dir stehn.
Jonas lag
im dritten Tag:
schlägt dich Unglück gleich darnieder,
Gott erhebt dich wieder.

Gott, der wird’s wohl machen,
er wird selber wachen
über deiner Noth;
wenn du willst verzagen
ganz in deinen Plagen,
ist der fromme Gott
auf der Bahn
und nimmt dich an,
dann verstäubt die Angst geschwinde,
wie der Rauch vom Winde.

Gott, der wirds wohl machen,
mächtig in den Schwachen
ist er allezeit;
wem hat’s je gefehlet,
der ihn hat erwählet
zum Trost in dem Leib?
Drum, mein Herz,
vergiß den Schmerz,
Alles steht in seinen Händen:
Gott kann Alles wenden.

Gott, der wird’s wohl machen,
wenn des Todes Rachen
gleich ist aufgethan:
wenn die Lebensjahre
liegen auf der Bahre,
führt er himmelan.
Dieser Bund
hat seinen Grund:
die gelebt und leben werden
kommen in die Erden.

Gott, der wird’s wohl machen,
der den alten Drachen
dämpfte ritterlich;
Führt er gleich die Seinen
über Stock und Steinen
vielmal wunderlich;
sei bereit
zu Freud und Leid;
Gott befiehl nur deine Sachen;
Gott, der wird’s wohl machen.