Gott Erd Und Himmel Sammt Dem Meer


Gott! Erd und Himmel sammt dem Meer
verkünden deine Kraft und Ehr;
auch zeigen alle Berg und Thal,
daß du ein Herr feist überall.

Die Sonne geht uns täglich auf,
es hält der Mond auch seinen Lauf,
so sind auch alle Stern bereit,
zu preisen deine Herrlichkeit.

Die Thier und Vögel aller Welt,
und was das Meer im Schooße hält,
zeigt uns frei an ihm selber an,
was deine Kraft und Weisheit kann.

Du hast den Himmel ausgestreckt,
mit Wolkenheeren überdeckt,
und seiner Wölbung Majestät
mit goldnen Sternen übersä’t

Du bist’s, der alle Ding regiert,
den Himmel und das Erreich ziert,
so wunderbar, daß es kein mensch
erforschen noch ergründen kann.

Wie mag doch unsre Blödigkeit
ausgründen deine Herrlichkeit,
so wir ja Dinge nicht verstehn,
womit wir allezeit umgehn!

Wie lieblich ist, Herr, und wie schön,
was du geschaffen, anzusehn!
Doch wie viel lieblicher bist du,
o Herr, mein Gott in deiner Ruh!

Du schlieset Erd und Himmel ein,
dein Herrschen muß voll Wunder sein,
du bist ein Herr in Ewigkeit,
von unnennbarer Herrlichkeit.

O Vater, Sohn und heilger Geist,
dein Name, der allmächtig heißt,
sei stets von uns gebenedeit,
sei hoch gelobt in Ewigkeit!