Ich Heb Mein Augen Sehnlich Auf


Ich heb mich Augen sehnlich auf
und seh die Berge hoch hinauf,
wann mir mein Gott vons Himmels Thron
mit seiner Hülf zu statten komm.

Mein Hülfe kommt mir von dem Herrn;
er hilft uns ja von Herzen gern.
Himmel und Erd hat er gemacht;
er hält über uns Hut und Wacht.

Er führet dich auf rechter Bahn,
wird deinen Fuß nicht gleiten lan;
setz nur auf Gott dein Zuversicht:
der dich behütet, schläset nicht.

Der treue Hüter Israel
bewachet dir dein Leib und Seel;
er schläft nicht, weder Tag noch Nacht,
wird auch nicht müde von der Wacht.

Vor allem Unfall gnädiglich
der fromme Gott behütet dich;
unter dem Schatten seiner Gnad
bist du gesichert früh und spat.

Der Sonne Hitz, des Monden Schein
dir sollen nicht beschwerlich sein.
Gott wendet alle Trübsal schwer
zu deinem Nutz und seiner Ehr.

Kein Uebel muß begegnen dir;
des Herren Schutz ist gut dafür.
In Gnad bewahrt er deine Seel
vor allem Leib und Ungefäll.

Der Herr dein Ausgang stets bewahr,
zu Web und Steg gesund dich spar;
bring dich zu Haus in sein’m Geleit,
von nun an bis in Ewigkeit.