Ich Will Den Herren Loben Sein Herrlich


Ich will den Herren loben,
sein herrlich Lob soll immerdar
in meinem Mund erhoben,
sich hören lassen offenbar,
mein Seelichen soll preisen
des Höchsten Liebs-Tat,
und dem vile Dank erweisen
der mich errettet hat,
kommt lasset uns erhöhen
den großen Wunderheld,
sein theurer Ruhm muß gehen
durch alle theil’ der Welt.

Als ich den Herren suchte
in meiner Noth, und shier für Pein
mein leben ganz verfluchte,
da wollt’ Er plötzlich bei mir sein,
denn die, welch’ Ihn anlaufen
mit Ernst, verderben nicht,
Er zeigt dem schwachen Haufen
sein gnädig’s Angesicht;
ach! schmecket doch, und schauet,
wie gütig, daß Er ist,
wohl dem, der Ihm vertrauet,
und seiner nie vergißt.

Der Herr hat nicht verschmähet
des Armen Elend und Gefahr,
sobald Er angeflehet,
sein’ Hülf und Rettung ihm da war.
Er schauet den Elenden,
den Waisen hilft Er gern,
kann ihre Trübsal wenden,
sein Beistand ist nicht fern,
Er liebet ohne Wanken,
thut Gutes für und Für,
drum will ich Ihm auch danken,
so lang ich leb’ allhier.