Ich Will Mit Danken Kommen


Ich will mit danken kommen
In den gemeinen rath
Der rechten wahren frommen,
Die Gottes rath und that
Mit süßem lob erhöhn,
Zu denen will ich treten,
Und soll mein dank und beten
Von ganzem herzen gehn.

Groß ist der Herr und mächtig,
Groß ist auch, was er macht,
Wer aufmerkt und andächtig
Nimmt seine werk’ in acht,
Hat eitel lust daran.
Was seine weisheit setzet
Und ordnet, das ergötzet,
Und ist sehr wohl gethan.

Sein heil und große güte
Steht fest und unbewegt,
Damit auch dem gemüthe,
Das uns im herzen schlägt,
Dieselbe nicht entweich’,
Hat er zum glaubenszunder,
Ein denkmal seiner wunder
Gestift’t in seinem reich.

Gott ist voll gnad’ und gaben,
Gibt speis’ aus milder hand,
Die seinen wohl zu laben,
Die ihm allein bekannt;
Denkt stets an seinen bund,
Gibt denen, die er weiden
Will mit dem erb’ der heiden
All’ seine thaten kund.

Das wirken seiner hände,
Und was er uns gebeut,
Das hat ein gutes ende,
Bringt reichen trost und freud’,
Und wahrheit, die nicht treugt.
Gott leitet seine knechte
In dem recht scahffnen rechte,
Das sie zum leben neigt.

Sein herz läßt ihm nicht reuen,
Was uns sein mund verspricht,
Gibt redlich uns mit treuen,
Was unser unglück bricht:
Ist freudig, unverzagt
Uns alle zu erlösen
Vom kreuz und allem bösen,
Das seine kinder plagt.

Sein wort ist wohlgegründet,
Sein wort ist rein nd klar,
Wozu er sich verbindet,
Das macht er fest und wahr,
Und wird ihm gar nicht schwer;
Sein name, den er führet,
Ist heilig und gezieret
Mit großer pracht und ehr’.

Die furcht des Herren giebet
Den ersten besten grund
Zur weisheit, die Gott liebet,
Und rühmt mit seinem mund.
O! wie klug ist der sinn,
Der diesen weg verstehet,
Und fleißig darauf gehet,
Deß lob fällt nimmer hin.