O Dass Doch Bei Der Reichen Ernte


O daß doch bey der reichen erndte,
Womit du, Höchster uns erfreust,
Ein jeder froh empfinden lernte,
Wie reich du uns zu segnen seyst;
Wie gern du unsern mangel stillst,
Und uns mit speis und freud erfüllst.

Du siehst es gern, wenn deiner güte,
O Vater, unser herz sich freut,
Und ein erkentliches gemüthe
Auch das, was du für diese zeit
Uns zur erquickung hast bestimmt,
Mit dank aus deinen händen nimt.

So kommt denn, Gottes huld zu feyren,
Kommt christen, laßt uns seiner freun,
Und bey den angefüllten scheuren
Dem Herrn der endte dankbar seyn.
Ihm, der uns stets versorger war,
Bringt neuen dank zum opfer dar.

Nim gnädig an das lob der liebe,
Das unser herz dir, Vater, weiht:
Dein segen mehr; in uns die treibe
Zum thät’gen dank, zur folgsamkeit;
Daß preis für deine Vatertreu
Auch unser ganzes leben sey.

Du nährest uns blos aus erbarmen.
Dies treib auch uns zum wohlthun an.
Nun sey auch gern ein trost der armen,
Der ihren mangel stillen kan.
Herr, der du aller Vater bist,
Gibe jedem, was ihm nützlich ist.

Thu deine milden segenshände
Uns zu erquicken ferner auf;
Versorg uns bis an unser ende,
Und mach in unserm lebenslauf,
Uns dir im kleinsten auch getreu,
Daß einst uns größres glück erfreu.

Bewahr uns den geschenkten segen;
Gieb, daß uns sein ganuß gedeih;,
Und unser herze auch seinerwegen
Dir dankbar und ergeben sey.
Du, der uns täglich nährt und speist,
Erquick auch ewig unsern ggeist.