O Jesu Gottes Lammelein


O Jesu, Gottes Lämmelein:
ich leb od’r sterb, so bin ich dein.
Ich bitt, laß mich mit dir zugleich
ein Erbe sein in deinem Reich.

Denn was war sonst dein Sterbensnoth,
so viel Streimen und Wunden roth:
wenn ich nicht in der Seligkeit
genießen solt die Ewigkeit?

Warum hast du dein Leib und Lab’n
im Grab verschlossen und aufgeb’n:
wenn nicht mein Tod durch deinen Tod
verjagt soll werd’n, du treuer Gott?

Darum, o Jesu, steh mir bei,
gewissen Trost und Hülf verleih;
verlaß den nicht, Herr Jesu Christ,
der mit dein’m Blut gewaschen ist.

Im Frieden laß mich schlafen ein,
und in dir haben Ruhe fein;
dein Antlitz laß mich sehen, Herr,
ein seligs Ende mir bescher.

Ich bitt durchs bittre Leiden dein;
laß das mein letztes Wünschen sein:
so will ich loben allezeit
dich, o mein Gott, in Ewigkeit.