Unverwandt Auf Christum Sehen


Unverwandt auf Christum sehen,
bleibt der Weg zur Seligkeit;
allen welche zu ihm flehen,
ist gewisses Heil bereit’t:
siehet man im Herzen an,
wes er für die Welt gethan,
und man glaubt daran mit Beugen;
so bekommt man es zu eigen.

Wenn doch alle Seelen müßten,
wie es dem so wohl ergeht,
welcher in der Zahl der christen,
wahrer Glieder Jesu, steht!
da geht man in seinem Glück
immer fort, und nie zurück;
man ist auf dem Lebenspfade,
und nimmt immer Gnad um Gnade.

Aber freilich kann nichts taugen,
als nur das, was Christus thut:
lassen wir ihn aus den Augen,
finden wir was Anders gut;
so erfahren wir gewiß,
unser Licht sei Finsterniß,
unser Helfen sei Verderben,
unser Leben lauter Sterben.

Wären wir doch völlig seine,
regte sich doch deine Draft,
da der Heiland nicht alleine,
was sie wirkete, geschafft!
Jesu, richte unsern Sinn
lediglich auf dich nur hin,
so lebts Herz in deiner Wahrheit,
und das Auge wird voll Klarheit.

Bring uns völlig in die Schranken,
die dein Liebesrath gesetzt;
weder Worte noch Gedanken
werden sonst für gut geschätzt:
einen neue Kreatur
kann allein auf dieser spur,
deines Namens Ruhm erhöhen,
und in deine Freud eingehen.

unser Leb