Ursprung Wahrer Freuden


Ursprung wahrer freuden,
Komm in meinem leiden,
Und erfreue mich,
Strafe emine sünden
Doch, daß ich mög finden,
Daß du kräftiglich
Dich in mir,
O werthe zier,
Hast ergossne, daß dein lieben
Ich hieraus mag üben.

Laß nicht lieb erkalten,
zin mir sondern halten
Meines Herren wort,
Lehre mich ergründen
Diß wort; laß mich finden,
Hier an meinem ort,
Werrbes licht,
Was mir gebricht;
Dich laß mich in meinem klagen
Gelichwohl nicht veragen.

Auch wolst du in zeiten,
Mich behutsam leiten,
Alle wahrheit ein,
Daß ich möge küampfen
Ritterlich, und düamfen
Was mir bringet pein:
Wennn die sünd,
Auf mich geschwind,
Ihren stachel schießt mich stärke,
Daß ich trost vermerke.

Wenn ich nun soll sterben,
Und mein fleisch verderben,
Da verlaß mich nicht,
Tritt mir an die seite;
Hilf, daß ich so streite,
Daß ich ins gericht
Ja nicht komm;
O mache fromm,
Mich, daß ich in diesem leben,
Blos mög hiernach streben.