Valet Will Ich Dir Geben


Valet will ich dir geben,
du arge falsche Welt;
dein sündlich böses Leben
durchaus mir nicht gefällt;
im Himmel ist gut wohnen,
hinauf steht mein Begier,
da wird Gott ewig lohnen
dem, der ihm dient allhier.

Rath mir nach deinem Herzen,
o Jesu, Gottes Sohn!
Soll ich hie dulden Schmerzen,
hilf mir, Herr Christ! davon;
verkürz mir alles Leiden,
stärk meinen blöden Muth,
laß selig mich abscheiden,
setz mich in dein Erbgut.

In meines Herzens Grunde
dein Nam und Kreuz allein
funkelt all Zeit und Stunde,
drauf kann ich fröhlich sein.
Erschein mir in dem Bilde,
zu trost in meiner Noth,
wie du, Herr Christ, so milde
dich hast geblut’t zu Tod.

Verbirg mein Seel aus Gnaden
in deiner offne Seit,
rück sie aus allem Schaden
zu deiner Herrlichkeit.
Der ist wohl hie gewesen,
der kömmt ins Himmelsschloß;
der ist ewig genesen,
der bleibt in deinem Schooß.

Schreib meinen Namn aufs beste
ins buch des Lebens ein,
und bind mein Seel sein feste
ins schöne Bündelein
der’r, die im Himmel grünen
und vor dir leben frei,
so will ich ewig rühmen,
daß dein herz treue sei.