Wirf Alle Sorgen Hinter Dich


Wirf alle Sorgen hinter dich,
mein Herz, und sei in deinem Gott zufrieden;
sei still, denn er beküummert wahrlich
sich um alles, was dir nöthig ist hinleden;
wie willst du denn in eitler müh und Pein
je ruhig sein?

Wohlan! sei gutes Muths im Herrn,
vertrau dich gänzlich seinen Vaterhänden.
Er ist mit seiner Hülfe ja nicht fern,
er wird bald reichen Segen dir zuwenden.
Such ihn, wenn es an etwas dir gebricht,
und sorge nicht!

Ach trachte nur mit Ernst darnach,
das du mit ihm dich mögst genau verbinden,
und werde ja um glauben nur nicht schwach,
so wird das Andre sich schon richtig finden;
er ist und bleibt dien Vater und dein Gott
in aller Noth.

Er läßt an keinem Guten nicht
ein frommes Herz betrübten Mangel leiden;
wenn ihm allhier an etwas es gebricht,
erquickt und stärkt er es mit Speis und Freuden;
zum frischen Wasser führet er es hin,
und tränkt es drin.

Kehr dich zu ihm, er rufet dir;
er spricht: Wie könnt ich dich, mein Kind verlassen?
Mein Herz bewegt vor Lieb sich so in mir,
daß ich dich muß mit Gnad und Huld umfassen;
drum Seele, dring getrost zu ihm hinein,
du bist ja sein.

Der Himmel uns die Erd ist dein,
die schenkt er dir in Christo, meine Seele!
ja nimm in heilger Glaubenskraft sie ein,
und denke nicht, daß dir noch etwas fehle.
Bleib nur bei Gott, so bleibest du zugleich
auch ewig reich.