Zuletzt Gehts Wohl Dem Der Gerecht Auf E


Zuletzt gehts wohl dem, der gerecht auf erden
Durch Christi blut und Gottes erbe war,
Es kommt zuletzt das angenehme jahr,
Der tag des heils, an dem wir frölich serden.

Zuletzt giebt Gott, wornach wir uns gesehnet,
Wenn glaub und lied im creutz bewähret ist,
Und man gedudld an unsern stirnen lief’t,
Wenn wir genug sind von der welt verhöhnet.

Zuletzt reicht man den sie gern ihre kronen,
Und führet sie vom feld ins vaterland,
Allwo bereit’t der sel’ge ruhestand,
Dadurch der Fürst den Kampf pflegt zu belohnen.

Zuletzt macht Gott das wasser selbst zu weine,
Der besser ist, und alle gäst erfreut,
Im glauben stärkt die neuen hochzeit-leute.
Da sieht man dann, daß ers annoch gut meyne.

Zuletzt wird erst die Rahel beygeleget
Dem Israel, Zuletzt wird Joseph groß
Und kommt ermpor, erst war er arm und bloß.
uletzt ward noch Tobias wohl verpfleget.

Zuletzt, und nicht zuerst, nimt Gott die seinen
Ins paradis, ins lebens liebe-reich,
Und machet sie den engeln Gottes gleich,
Vorhero läßt er sie erst traurig weinen.

Zuletzt! merks-wohl, und halte nur sein stille,
O liebes herz, dem, der dich erst betrübt,
Und dich dabey doch wahrlich herzlich liebt;
Gedenke nur: es ist so Gottes wille.