Zur Grabesruh Entschliefest Du


Zur Grabesruhe Entschliefest du,
Der du für uns gestorben,
Und am kreuz uns schmerzensvoll
Ewig’s heil erworben.

Du bist erlast, O Herr und hast
Doch in dir selbst das leben.
Gleich den sterblichen hält dich
Nun das grab umgeben.

Doch freu ich mich;
Dein Gott läßt dich
Nicht die Verwesung sehen.
Bald wirst du aus eigner kraft
Aus dem grabe gehen.

Ja, ja du wirst,
Mein Lebensfürst,
Mich auch, wie dich erwecken.
Sollte denn mein glaubig’s herz
Vor der grust erschrekken?

Hier werd ich einst, bist du erscheinst,
In fadstem frieden liegen.
Denn durch deinen Tod kann ich
Tod und grab besiegen.

Ihr, die die welt
Gesesselt hält,
Zagt nur vor der Verwesung!
Ich, ich hoff in Christo einst
Meines leibe Erlösung.

Nein! nichts verdirbt.
Selbst das, was stirbt,
Der Leib wird auserstehen,
Und zum himmelsglanz verklärt,
Aus dem grabe gehen.

So sink ins grab,
Mein leib, hinab!
Ich will mich drum nicht kränken,
Sondern, Jesu mir zum Trost
An dein grab gedenken.